Über den täglichen Alltag


Bellen und Kleffen

Viele Kunden möchten, dass ihr Hund nicht ständig am Hoftor oder Wohnungstür oder Fenster bellt, wenn Bewegung draußen ist. 
Der Anschlag, dass dort vor dem Revier eine potenzielle Gefahr ist, ist völlig normal. Die meisten Hunde bellen bei Türklingeln, wenn ein anderer Hund vorbei geht oder jemand vor der Tür steht. 
Das eigene Revier verteidigen steckt den meisten Hunden im Blut. Und mal ehrlich, wollen Sie das nicht auch? Das Ihr Hund Haus und Hof beschützt? Dann wäre es doch widersprüchlich dies dem Hund abzutrainieren. 
Man kann mit einem Abbruchsignal, Deckentraining oder anderen Methoden die Aufmerksamkeit wieder zu sich lenken und dem Hund signalisieren: „Ich hab alles unter Kontrolle“.
Warum macht der Hund das?
Die Hunde steigern sich meist hinein und haben dann einen Tunnelblick. Das heißt, sie nehmen die Umgebung, also Sie, nicht wirklich wahr, da sie fokussiert sind. Es kommt auch weiterhin auf die Erfahrung der Hunde an. Was haben diese bisher erlebt und dadurch gelernt. Bspw. haben ängstliche Hunde gelernt, wenn mir jemand zu nah kommt, knurre ich. Hier geht der Gegenüber in der Regel auf Abstand. Es hat sich also ein Erfolg eingestellt. Um so öfter dieses funktioniert, wird es an anderer Stelle ebenso probiert. 
Ein Hund der mehrfach von anderen Hunden dominiert wurde oder gemobbt, kann an anderen Stellen eher in den „Angriff“ statt in die Defensive gehen. Er hat gelernt, wenn ich mich unterwerfe bringt es nichts, also versuche ich zu erst den „starken“ zu imitieren. Meist hat dieses Verhalten eher beim Besitzer Erfolg, da diese denken könnten, der Hund sei aggressiv. Folglich wird der Besitzer einen Bogen um andere Hunde machen oder sich bei Begegnungen anspannen. So hat der Hund hier wieder Erfolg, da ihm die Anspannung signalisiert, „du hast recht, das ist der Feind“. 
Sie sehen, es kann viele Auslöser geben. In den seltensten Fällen ist es wirklich Agressivität. 
Holen Sie sich gerne Hilfe und fühlen Sie sich nicht schlecht oder peinlich berührt, wenn Sie so einen Hund haben. Lassen Sie die anderen Reden. Folglich wäre es schön, wenn sie andere Hunde mit diesem Verhalten nicht verurteilen. Sie kennen nicht die Vorgeschichte. 
Verständnis und Respekt für Ihren und andere Hunde ist ein guter Anfang.